Bio-Feedback

Biofeedback wird in Kliniken häufig und sehr erfolgreich angewendet, steht in ambulanten Psychotherapiepraxen allerdings nur selten zur Verfügung, weil nur wenige Psychotherapeuten die Methode beherrschen und ein entsprechendes Gerät zur Verfügung haben. Da ich selber während meiner Klinikzeit viel und erfolgreich mit dieser Methode gearbeitet habe, war es mein Wunsch Biofeedback auch im ambulanten Bereich anbieten zu können.  

 

Mit Hilfe dieser Methode können unbewusst ablaufende Prozesse im Körper mit Sensoren und entsprechender Technik sichtbar gemacht werden. Mit Biofeedback wird es dem Klienten ermöglicht, seine Psychophysiologie kennenzulernen.  Dabei werden dem Klienten verschiedene Sensoren angebracht, die zum Beispiel die Körpertemperatur, Muskelspannung, Durchblutung oder die Atmung messen und audio-visuell zurückmelden. Daher stammt auch die Bezeichnung "bio-feedback. 

Es geht darum, bestimmte Abläufe im Körper unter eine willentliche Kontrolle zu bringen, um Wohlbefinden herzustellen, aber auch Leistungsfähigkeit zu sichern und gegebenenfalls zu steigern. Der Patient wird in die Lage versetzt einen Zusammenhang zwischen mentalen Prozessen wie Gedanken und körperlichen Vorgängen herzustellen, mit dem Ziel, positiv darauf Einfluss nehmen zu können.  

Die Wirksamkeit von Biofeedback ist durch viele medizinische, wissenschaftliche Studien nachgewiesen worden und wird als begleitende Methode in einer Therapie angewendet.  

Angst und Angststörungen 

…werden beim Biofeedback von zwei Seiten aus angegangen. Einerseits wird mittels eines Entspannungstrainings die allgemeine Grundspannung gesenkt. Dies soll dazu führen, dass Ausbrüche von Angst ganz generell seltener auftreten. 

Andererseits wird auch Expositionstraining angewandt. Die Patienten sollen erlernen ihre Stressreaktionen angesichts angstbesetzter Inhalte unter Kontrolle zu halten. Die Möglichkeit Reize jeder Art in der Biofeedback-Software darzustellen ist hier ideal. 

 

Stress und Burnout 

Stress ganz allgemein und in weiterer Folge Burnout sind für die Betroffenen sehr belastende Zustände. Biofeedback kann hier schon präventiv eingreifen und Klienten ihr Stressniveau überhaupt erst bewusst machen. Dies hilft sich darauf einzulassen rechtzeitig gegenzusteuern. 

Durch die objektive Rückmeldung können Therapeut und Patient anschließend auch noch gemeinsam die individuell erfolgreichste Methode der Entspannung für diesen Patienten erarbeiten. 

 

Chronische Schmerzen 

Viele anhaltende Schmerzzustände haben eine psychologische Komponente. Seien es Belastungen im Beruf oder Traumata, all dies kann einen Zustand von Verspannung (und folgend Schmerz) hervorrufen und aufrechterhalten. Biofeedback ist hier besonders hilfreich im Beweisen des immensen Einflusses von Psyche auf Körper (Psychosomatik). 

Die objektive Darstellung der körperlichen Reaktionen auf einem Bildschirm katalysiert hier einen Aha-Effekt. Anschließend können weitere Maßnahmen (ebenfalls mit Biofeedback-Unterstützung) eingeleitet werden.

 

Depressionen 

Auch im Rahmen von Depressionen kann Biofeedback angewandt werden. In einer umfassenden Studie zur Wirksamkeit von Biofeedback wurde die Behandlung von Depressionen mittels HRV-Biofeedback mit der zweithöchsten Wirksamkeitsstufe bewertet. 

PTBS 

Vor Allem Atembiofeedback zeigte sich als praktische und leicht zu ergänzende Behandlungsmethode für die Posttraumatische Belastungsstörung. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe (kognitive Verhaltenstherapie) zeigte sich in der Atembiofeedback-Gruppe (Atem-Biofeedback plus kognitive Verhaltenstherapie) eine signifikant schnellere Symptomreduktion. 

Bio-Feedback

Was ist Bio-Feedback?


Beim Biofeedback dreht sich Alles um Lernprozesse in denen Personen die Fähigkeit erlernen, ihren Organismus aktiv in Richtung Gesundheit zu beeinflussen. Um Lernprozesse erfolgreich zu verwirklichen, benötigen wir Rückmeldungen. Dieses „Feedback“ liefern die Biofeedbackgeräte. Sie zeigen dem Patienten selbst minimale Verbesserungen und verhelfen damit zu nachhaltiger Gesundheit. Der Patient erlernt in wenigen Sitzungen Einfluss auf seinen Körper und Geist zu nehmen und wird durch das unmittelbare “Sichtbarmachen” seines Erfolges motiviert, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Biofeedback hat nichts mit Bioresonanz zu tun. Während Biofeedback wissenschaftlich als wirksame Therapiemethode der ganzheitlichen Medizin anerkannt ist, gibt es bis heute nicht einen stichhaltigen Hinweis auf eine Wirksamkeit von Bioresonanz.




Wie funktioniert Bio-Feedback?


Ganz allgemein gesprochen, ist das Biofeedback-Verfahren eine wissenschaftliche Methode, ein Lernprozess, der die willentliche Kontrolle über ansonsten unbewusst ablaufende Körperfunktionen ermöglicht. Sehr viele Krankheitsbilder und Beschwerden lassen sich lindern, indem man sie der bewussten willentlichen Kontrolle unterwirft. Biofeedback hilft daher, den Krankheiten vorzubeugen bzw. bestehende Beschwerden ohne Nebenwirkungen zu heilen oder zu lindern. Über die Sensoren eines Biofeedbackgerätes wird beim Biofeedback die Veränderungen verschiedener unbewusster Körperfunktionen (z.B. Pulsfrequenz, Schweißsekretion, Muskeltonus, Atem etc.) an einen PC übertragen. Über den Bildschirm sehen die Patienten/Klienten, wie sich ihre Körpervorgänge durch Gedanken, Emotionen, Entspannung oder Stress verändern. Durch dieses “Feedback” wird schnell erlernt, diese Körpervorgänge wahrzunehmen, in die gewünschte Richtung zu beeinflussen und diese Fähigkeit auf Dauer zur Erhaltung und Wiederherstellung der eigenen Gesundheit einzusetzen.




Was wird gemessen?


Beim Biofeedback werden folgende Parameter gemessen: Der Hautleitwert Der Hautleitwert liefert, durch einen Fingersensor, Informationen über die Schweißdrüsenaktivität. Dieser Wert steht in engem Zusammenhang mit sympathischer Erregung (wie z.B bei Angst oder Stress). Anpannung führt daher meist zu einem Ansteigen des Hautleitwertes. Diese, sowie die in Kürze besprochene Fingertemperatur, gelten als gutes Maß für Anspannung und Entspannung. Der Hautleitwert reagiert sehr sensibel auf psychische Einflüsse. Oft wird er verwendet um das Biofeedback-Prinzip und den Einfluss von Gedanken und Emotionen auf den Körper darzustellen. Wichtig bei der Interpretation ist, dass für den Hautleitwert keine Normwerte existieren, man muss ihn von Person zu Person und dessen Veränderungen im Zeitablauf betrachten. Anwendungsgebiete sind z.B: Diagnostik Stressmanagement Entspannungstrainings Angststörungen Panikattacken Burnout Die Temperatur Einer der Unterschiede zwischen Hautleitwert- und Temperatur-Feedback ist, dass die Temperatur deutlich langsamer reagiert (meist mit einer Verzögerung von 1-2 Minuten). Um Wärme zu erzeugen, können sich die Klienten Wärmereize (z.B. Lagerfeuer) vorstellen. Nicht selten wird das Temperatur-Biofeedback mit anderen Methoden kombiniert um allgemeine Entspannung zu erlernen oder um z.B beim Autogenen Training den vorgestellten Erwärmungsprozess darzustellen. Anwendungsgebiete sind z.B: Morbus Raynaud Migräne Stress Schlafstörungen Entspannungstraining Muskelspannung Beim EMG-Training erlangt der Patient Kontrolle über seine Muskelspannung. Ziel ist es, eine Verminderung von Überspannung zu erreichen. Diese äußert sich oft in chronischen Schmerzzuständen. Es wird dementsprechend am häufigsten bei Erkrankungen wie Spannungskopfschmerzen oder Rückenschmerzen angewandt. Doch neben der Entspannung der betroffenen Stellen, kann auch der Muskelaufbau trainiert werden. Dies wird zum Beispiel beim Beckenbodentraining in der Inkontinenztherapie oder der Rehabilitation geschwächter Muskeln eingesetzt. Biofeedback ist hier unter Anderem deshalb besonders hilfreich, da den Patienten ein erhöhtes Spannungsniveau (an das sich diese möglicherweise schon gewöhnt haben) deutlich sichtbar gemacht werden kann. Selbst kleinste Änderungen der Muskelspannung sind erkennbar. Ein großer Vorteil ist auch das Vorhandensein von Normwerten für einzelne Muskeln, an denen man sich orientieren kann. Die Elektroden können hier über einen gesamten Muskel platziert werden (ein Sensor für die gesamte Schultermuskulatur) oder einzeln auf beiden Körperseiten angebracht werden (ein Sensor je Schultermuskel = 2 Sensoren) um eventuelle Disbalancen aufzudecken und zu trainieren. Anwendungsgebiete sind z.B: Spannungskopfschmerz Rückenschmerzen Inkontinenz Bruxismus Muskel-Reedukation Tinnitus Atmung Auch die Atmung ist ein relevanter Parameter des Biofeedback-Trainings. Geübt werden hierbei hauptsächlich die Atemtiefe, Atemfrequenz sowie eine bewusste Bauchatmung. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Atmung für die meisten Klienten sehr bewusst kontrollierbar ist. Daher können hier meist rasche Erfolge erzielt werden. Gemessen wird hier mittels eines Gurtes oder eines Infrarotsensors. Vor Allem bei Angsterkrankungen und PTBS hat sich Atem-Biofeedback als immens nützliche Therapieform gezeigt, aber auch für alle stressbedingten Probleme ist es bestens geeignet. Anwendungsgebiete sind z.B: Spannungskopfschmerz Panikattacken Bluthochdruck Entspannung Asthma Durchblutung (Vasonstriktionstrainig) Das verwendete Maß der Durchblutung ist die Pulsvolumenamplitude, welche davon abhängt ob das entsprechende Gefäß geweitet oder verengt ist. Durch das Vasokonstriktionstraining erlernen Klienten im Falle einer sich anbahnenden Migräneattacke die Schläfenarterie zu verengen, sodass dieser Anfall gestoppt wird. Genauere Informationen (auch über die Migränetherapie mit kombiniertem Vasokonstriktionstraing und Temperatur-Biofeedback) finden Sie hier. Herzratenvariabilität Im Fokus der Herzratenvariabilität (HRV) steht die Pulsfrequenz und die Atemkurve. Entgegen der landläufigen Meinung zeichnet sich ein gesunder Herzschlag durch gewisse Unregelmäßigkeiten in seinem Rhythmus aus. Diese spiegeln den Einfluss der Atmung, der Emotionen und äußerer Einflüsse wieder. Ein gesundes Herz in einem gesunden Organismus sollte über die Fähigkeit verfügen, den zeitlichen Abstand zwischen den einzelnen Herzschlägen zu verändern und sich so an innere oder äußere Einflüsse anzupassen. Der Effekt, dass die Herzrate beim Einatmen steigen und beim Ausatmen fallen sollte, wird respiratorische Sinusarrhythmie (RSA) bezeichnet und ist einer der häufigste Anwendungsgebiete der HRV. Bei solch einem Training wird nun die Synchronizität von Herzschlag und Atmung trainiert, welche sich positiv auf die Entspannung des Patienten auswirkt. Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht über die Herzratenvariabilität. Anwendungsgebiete: Depression Entspannungstraining Bluthochdruck Leistungssport Angststörungen




Welche Anwendungsgebiete gibt es?


Stress und Burnout Biofeedback wird in der Arbeit mit Stress und Burnout, sowie zur Prävention solcher Beschwerden eingesetzt und hat sich in diesen Bereichen als wirksam gezeigt (siehe „Wirksamkeit“). Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Bewusstmachung von Stressbelastung, da das „Gefühl“ für die eigenen Körperprozesse durch chronischen Stress bereits oft abgeschwächt wurde. Biofeedback in der Schmerztherapie Die Behandlung von Schmerz mittels Biofeedback ist eines der erfolgreichsten Anwendungsgebiete. Mehr Informationen zur Schmerztherapie durch Biofeedback finden Sie hier. Biofeedback bei Spannungskopfschmerz
Biofeedback ist ideal geeignet um den Teufelskreis der Verspannung zu unterbrechen. Eine zusammenfassende Bewertung von Studien belegte die Wirksamkeit von Biofeedback bei dieser Indikation. Eine Anwenderin berichtet von Erfolgen in nur 8 Sitzungen. Biofeedback bei Migräne
Auch bei der Behandlung von Migräne ist die Wirksamkeit von Biofeedback eindeutig belegt und dies bei zeitlich stabilen Effekten. Angewandt werden hier das Vasokonstriktionstraining und Temperaturtraining. In Meta-Analysen wird im Mittel von einer Reduktion der Attacken um 35%-45% berichtet. Dieser Effekt kann durch Kombination mit anderen Verfahren noch verstärkt werden. Biofeedback bei chronischen Rückenschmerzen
Bei dieser Anwendungsmöglichkeit hat sich Biofeedback als empirisch gesichertes Verfahren zur Behandlung von Rückenschmerzen gezeigt. Biofeedback bei Bruxismus und Gesichtsschmerz
Im Laufe der Behandlung von Bruxismus und Gesichtsschmerz mittels Biofeedback wird über EMG-Feedback des M. Masseter, des M. Temporalis und des M. Frontalis die diskriminative die Muskelwahrnehmung verbessert. Entspannungstraining mit Biofeedback Auch abseits von klinischen Beschwerden ist es eine Bereicherung für den eigenen Energiehaushalt, Entspannungstraining mittels Biofeedback zu erlernen und bewusst Regenerationsphasen in den Tagesablauf einzubinden. So wird Biofeedback beispielsweise im Bereich der Wellness oder Prävention angewandt um den Klienten Entspannung näherzubringen.





Anwendungsbereiche

Stress und Burnout


Stress und Burnout Biofeedback wird in der Arbeit mit Stress und Burnout, sowie zur Prävention solcher Beschwerden eingesetzt und hat sich in diesen Bereichen als wirksam gezeigt (siehe „Wirksamkeit“). Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Bewusstmachung von Stressbelastung, da das „Gefühl“ für die eigenen Körperprozesse durch chronischen Stress bereits oft abgeschwächt wurde.




Schmerztherapie


Biofeedback in der Schmerztherapie Die Behandlung von Schmerz mittels Biofeedback ist eines der erfolgreichsten Anwendungsgebiete. Mehr Informationen zur Schmerztherapie durch Biofeedback finden Sie hier.




Spannungskopfschmerzen


Biofeedback bei Spannungskopfschmerz
Biofeedback ist ideal geeignet um den Teufelskreis der Verspannung zu unterbrechen. Eine zusammenfassende Bewertung von Studien belegte die Wirksamkeit von Biofeedback bei dieser Indikation. Eine Anwenderin berichtet von Erfolgen in nur 8 Sitzungen.




Migräne


Biofeedback bei Migräne
Auch bei der Behandlung von Migräne ist die Wirksamkeit von Biofeedback eindeutig belegt und dies bei zeitlich stabilen Effekten. Angewandt werden hier das Vasokonstriktionstraining und Temperaturtraining. In Meta-Analysen wird im Mittel von einer Reduktion der Attacken um 35%-45% berichtet. Dieser Effekt kann durch Kombination mit anderen Verfahren noch verstärkt werden.




chronische Rückenschmerzen


Biofeedback bei chronischen Rückenschmerzen
Bei dieser Anwendungsmöglichkeit hat sich Biofeedback als empirisch gesichertes Verfahren zur Behandlung von Rückenschmerzen gezeigt.




Buxismus und Gesichtsschmerzen


Biofeedback bei Bruxismus und Gesichtsschmerz
Im Laufe der Behandlung von Bruxismus und Gesichtsschmerz mittels Biofeedback wird über EMG-Feedback des M. Masseter, des M. Temporalis und des M. Frontalis die diskriminative die Muskelwahrnehmung verbessert.




Entspannungstraining


Entspannungstraining mit Biofeedback Auch abseits von klinischen Beschwerden ist es eine Bereicherung für den eigenen Energiehaushalt, Entspannungstraining mittels Biofeedback zu erlernen und bewusst Regenerationsphasen in den Tagesablauf einzubinden. So wird Biofeedback beispielsweise im Bereich der Wellness oder Prävention angewandt um den Klienten Entspannung näherzubringen.